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VDI Konferenz „KI in der Produktion" 2026 – Ein Recap

Veröffentlicht am: 2026-04-24
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Gedanken zur diesjährigen VDI-Fachkonferenz über agentische KI, Dateninfrastruktur und die Transformation der Industrie.

Die diesjährige VDI-Fachkonferenz „KI in der Produktion" ist vorüber – und wie in den vergangenen Jahren war der Besuch äußerst lohnenswert. Bei unserer inzwischen dritten Teilnahme nahmen wir stellenweise eine ähnliche Aufbruchsstimmung wie zum Auftakt 2024 in Augsburg wahr. Der Grund: agentische KI in der Produktion.

Vom Werkzeug zum aktiven Teilnehmer

Ein zentraler Gedanke, der sich durch den ersten Konferenztag zog: KI wandelt sich vom passiven Werkzeug zum autonomen Akteur. KI-Agentensysteme können Aufgaben eigenständig planen, ausführen und Ergebnisse liefern – ein fundamentaler Wandel in der Rolle von KI in Geschäftsprozessen.

Multi-Agenten-Architekturen entwickelten sich zum Schlüsselparadigma. Im Zentrum steht ein Orchestrator, der spezialisierte Agenten koordiniert – Memory-, Reasoning-, Perceiving- und Learning-Agenten. Graphenbasierte Strukturen definieren erlaubte Interaktionen zwischen Agenten und ermöglichen so eine kontrollierte, skalierbare Zusammenarbeit.

Die vorgestellten praktischen Anwendungen waren vielfältig und unmittelbar relevant: von der automatisierten Angebotserstellung über die Verarbeitung heterogener Eingaben aus E-Mail, PDF und Handschrift, bis hin zu Supply-Chain-Risikomanagement mit Risk-Assessment- und Action-Recommendation-Agenten sowie KI-gestützter Qualitätsprüfung.

Das Datenfundament als entscheidender Erfolgsfaktor

Was all diesen Anwendungsfällen gemein ist: Sie sind abhängig von einer robusten Dateninfrastruktur. Und genau das war ein wiederkehrendes Thema der Konferenz, das über die technische Implmentierung hinausweist.

Die Materialisierung idiosynkratischen Wissens, also jenes Wissen, das einem Unternehmen und seinen Prozessen eigen ist, in Form von Daten ist keine Nebensache (Vgl. Bunk). Sie ist gleichbedeutend mit potenziellem Innovationsvorsprung und eine strategische Investition in die Zukunft – für Unternehmen genauso wie für Forschungseinrichtungen.

Unternehmensspezifisches Know-how, das sich in Prozessen, Entscheidungsregeln und Erfahrungswissen der Mitarbeitenden befindet, ist genau das, wovon europäische Unternehmen profitieren müssen, um dem internationalen Wettbewerbsdruck standzuhalten, demografische Effekte zu kompensieren und ihre Werte aufrechtzuerhalten.

Infrastruktur und Zusammenarbeit stärken

Unabdingbar bei dieser Transformation ist die Herstellung von Infrastruktur zur Vernetzung von Daten im Unternehmen. Isolierte Informationssilos – lokale Anhäufungen ohne Verbindung zueinander – können in automatisierten Prozessen nicht wirksam werden. Erst die Vernetzung macht Daten nutzbar.

Gleichzeitig war in mehreren Vorträgen zu hören, dass die Zusammenarbeit von Domänen gestärkt werden muss: Prozess-Verständnis und Programmierverständnis müssen enger zusammenwirken. Keine der Perspektiven allein genügt.

Tooling reift – die Organisation muss folgen

Tooling-Ökosysteme reifen. Lösungen von großen und kleineren Playern ermöglichen inzwischen organisationspezifische Agenten-Erstellung. Der Konsens unter den Expert:innen war klar: Datenfundament und Organisationsreife gehen der technischen Implementierung voraus. Man kann die fortschrittlichsten Agenten Architekturen bauen – ohne vertrauenswürdige, gut strukturierte Daten als Grundlage, bleiben sie leer.

Als Wissensquellen kommen dabei alles in Frage, was die Kreativität zulässt: die Erfahrung der Mitarbeitenden, Arbeitsanweisungen, Wartungs- und Inspektionsberichte, Bedien-Logs, Video- und Bildaufnahmen, Sensordaten, Experteninterviews – und vieles mehr. Die dazugehörigen Aufgaben sind anspruchsvoll: Strukturierung, Versionierung, Konsistenzsicherung, Kontextbereitstellung, Annotation und Auswertung.

Ausblick

Wir sind sehr gespannt, wie die Industrie – und insbesondere der Mittelstand – diese Transformation voranbringen werden und worüber wir im kommenden Jahr bei der Fachtagung KI in der Produktion sprechen werden.

Eine Frage bleibt haften: Werden Agenten in Zukunft nicht mehr von Menschen angeleitet werden, sondern eigenständig ganze Workflows gestalten und menschliche Ressourcen nur bei Bedarf „buchen"?


Wie wir auf diesem Weg begleiten können

Die VDI-Konferenz hat eines deutlich gemacht: Der Erfolg von KI-Transformation hängt sowohl an der Technologie als auch an den Grundlagen – Datenqualität, Prozessverständnis und die Verbindung von Domänenwissen mit technischer Umsetzung.

Genau an dieser Schnittstelle wirken wir. Wir helfen Unternehmen, ihre datengetriebene Infrastruktur aufzubauen, idiosynkratisches Wissen in nutzbare Daten zu übersetzen und KI-Lösungen zu entwickeln, die in die bestehenden Prozesse passen.

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